GLETSCHER

 
WEISSMIES 2003

Gletscher und mehr .....

Hoch-Touren mit der Ski + Wanderabteilung des Turnvereins Neuenburg am Rhein

Saas Grund - Hohsaas-Hütte, Schweiz, Zeit: September 2003

Anfahrt über Bern nach Kandersteg, Autoverlad, Goppenstein, Visp, Saas Grund.

Mit der Bergbahn von Saas Grund zum Kreuzboden, von dort zu Fuß zur "Weissmies-Hütte" 2.726 m (50 Min) Ab dort gings zur "Hohsaas-Hütte" 3.100 m (1 Std.). Am Abend noch Erkundung des Gletschereinstiegs und markieren von Punkten mit GPS.

Die Hohsaas-Hütte (toll gemachte Homepage) ist als Übernachtungs- und Startort wirklich empfehlenswert ! Man spart sich frühmorgens im Dunkeln eine Stunde Aufstieg von der Weißmies-Hütte. Die Hohsaas-Hütte ist sehr gut geführt, Toiletten u. Waschraum sind in der Seilbahnbergstation 50 m von der Hütte entfernt. Wirt, Wirtin und die ganze Helfermannschaft sind sehr freundlich. Einzig die Kabinenbahntouristen, die nur mal schnell auf einen Kaffee vorbeikommen, aber dabei die ganze Hütte in Beschlag nehmen, und (in unserem Fall) bis um Mitternacht Karten spielen, stören etwas. Selber schuld, weil wir uns das Matratzenlager mitten in der Gaststube ausgesucht hatten. Um 5.30 Uhr gabs Frühstück, es war sternenklar und versprach ein schöner Tag zu werden. Die Temperaturen waren bei -5°C. Um 7.00 Uhr marschierten wir los, alle anderen Seilschaften waren schon weg. Den Einstieg fanden wir gut und am tags zuvor festgelegten Punkt zogen wir die Steigeisen an. Bis auf die Oberkante des Gletscherplateaus gingen wir einzeln und als die Spalten anfingen, hängten wir uns ins Seil ein.

Ich führte eine 4er-Seilschaft und W.A. hatte eine 5er-Seilschaft. Durch den enorm heißen Sommer war kein Schnee mehr auf dem Gletscher. Dadurch erschien eine sehr hohe Abbruchkante, die zum Teil mit riesigen Spalten durchzogen war. Allerhöchste Aufmerksamkeit war gefordert !

Spalten ohne Ende!

Foto: Bernhard Finke

 

Die Wackel-Leiter

Foto: Peter Roth

 

Es galt, einige Spalten zu überspringen und im steilen Gletscherabbruch hing plözlich eine Alu-Leiter die etwa 6 - 7 m hoch war und nicht nur sehr wackelig aussah, sondern beim Besteigen sich bedrohlich wegschwenkte, weil sie nur noch auf einem Holm auf einer Eiskante über dem Abgrund stand.

Nach vielen Verschnaufpausen, insbesondere auf den letzten 200 bis 300 Höhenmetern, erreichten wir etwa um 12 Uhr den Gipfel (4.023 m). Die letzten 200 Hm hatten es in sich und waren sausteil ! Die dünne Luft tat ihr übriges.

Superwetter ! Tolle Aussicht !

Nach einer halben Stunde Gipfelaufenthalt stiegen wir wieder ab und kamen gut gelaunt kurz nach 15 Uhr wieder an der Hohsaas-Hütte an. Gegen 20.30 Uhr waren wir alle wieder glücklich und gesund zu Hause.

 

 

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